GIRLS WEEKEND plane den perfekten junggesellinnenabschied

 
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GIRLS, GIRLS, GIRLS

 
 

Der perfekte Junggesellinnenabschied – wer möchte ihn nicht? Das Problem: Als Braut kann ja nicht wirklich mitentscheiden, sondern muss das Ganze der Trauzeugin überlassen. Meine Schwester Juli hatte Glück – ich durfte ihr den schönsten Junggesellinnenabschied auf Erden bescheren! Natürlich war ich voller Tatendrang, denn zu einem JGA gehört jede Menge Planung. Als Erstes muss festgelegt werden:

  • Wer soll dabei sein? Man sollte die Liste der Teilnehmerinnen schon frühzeitig von der Braut anfragen und am besten direkt einen Doodle-Kalender anlegen, denn für eine große Anzahl an Girls eine passende Location zu finden, ist gar nicht so leicht. 

  • Soll es, wie bei uns, gleich ein ganzes Wochenende sein oder nur ein Abend? 

  • Wieviel Budget haben die Mädels zur Verfügung?

Für uns war es eine besonders große Herausforderung: Drei der Mädels, unter anderem auch ich, hatten erst in den letzten sechs Monaten Nachwuchs bekommen. Das hieß, wir mussten noch stillen – das Girls Weekend sollte dadurch jedoch nicht gestört werden.

Zum Glück haben wir eine traumhafte Location in Groß Köris, unweit von Berlin gefunden, wo es separate kleine Häuser gab. Dort konnten wir unsere Männer samt Babies unterbringen, ohne dass meine Schwester etwas davon merkte. Denn Männer sind auf dem JGA natürlich ein absolutes No-Go! Es sei denn sie sind schwul und noch dazu der beste Freund der Braut. ;-) 

Als nächstes ist es wichtig, Aktivitäten für das Wochenende festzulegen und am besten so viele Überraschungen wie möglich einzuplanen. Aber: Bitte keine peinlichen Saufspielchen oder gar einen Stripper organisieren. Das hat wirklich keinen Stil und ist nur peinlich für die Braut!

Spaß machen soll das Ganze natürlich trotzdem und so fing Julis JGA mit einer personalisierten Schnitzeljagd an. Los ging es bei ihrer Arbeit. Dort war natürlich ihr ganzes Team eingeweiht. Mit einem Glas Prosecco übergaben sie ihr den ersten Auftrag. Es gab Aufgaben wie: „Halte Ausschau nach der Blumenverkäuferin (welche Julis Freundin Nathalie war) und binde einen Blumenkranz in der Bahn auf dem Weg zur nächsten Station“ oder „Folge den Eheringen“. Die hatte ihre Freundin Laura zuvor auf den Boden gemalt. An jeder Station, die Juli erreichte, traf sie dann auf eine weitere Freundin, bis sie an der letzten Station am Ufer vom Seeschlösschen mit einem Tretboot eingesammelt wurde. Der Skipper war ihr bester Freund Henning – das bemerkte sie allerdings erst sehr spät. ;-)

  •  Wichtig bei solchen Spielen ist es, stets eine Kamera griffbereit zu haben, um die schönsten Momente für immer festzuhalten. 

 
 
 
 

Am Bootshaus angekommen, flossen schon die ersten Tränen und eine durchaus angeschwipste Juli fiel mir in die Arme! Die erste Überraschung war gelungen. Am Abend haben wir zusammen gekocht und den Abend feuchtfröhlich ausklingen lassen. 

Am nächsten Morgen gab es nach einer Abkühlung im See einen großen Brunch.

  • Am besten zwei Personen mit einem festgelegten Budget vorher zum Einkaufen schicken, damit es der Braut und ihren Gästen am Wochenende an nichts fehlt. 

Dann folgte die nächste Überraschung. Mit großen Picknickdecken, Prosecco und Snacks machten wir uns auf der Wiese am Ufer breit. Wir genossen die Sonne und außerdem hatte ich ein Blumenkranz-Workshop geplant, denn Juli wollte zur Hochzeit unbedingt einen Blumenkranz tragen, wusste aber noch nicht so recht, wie.

  • Es immer eine gute Idee, etwas einzubauen, das für die Hochzeit hilfreich ist: Gemeinsam Deko basteln, die letzten Fragen der Braut besprechen oder, wie bei uns, einen Blumenkranz flechten. 

Der Workshop war also die beste Möglichkeit, das nun mit all ihren Freundinnen auszuprobieren. Zwei ihrer engsten Freundinnen fehlten jedoch. Laut unserer Aussage konnten sie leider die weite Reise nach Berlin nicht auf sich nehmen, in Wahrheit waren sie jedoch schon längst auf der Autobahn Richtung Berlin unterwegs und wurden nun mit großen Sträußen vor ihren Gesichtern als die Floristinnen an Juli verkauft, die ihr nun zeigen sollten, was der perfekte Blumenschmuck für sie sei. 

  • Freundinnen, die nicht rechtzeitig da sein können, als weitere Überraschung mit Story dahinter einbauen –Kunstlügen sind hier erlaubt! 

 
 
 
 

Als unsere „Bride to be“ merkte, dass nun alle ihre engsten Freundinnen da sind, bescherte ihr das einen wunderschönen Moment!

  • Diesen Moment sollte man einfach genießen und Zeit für Gespräche lassen.

Wir saßen den ganzen Nachmittag bei Traumwetter draußen, jeder bastelte an seinem Blumenkranz, sprang in den See und ließ die Seele baumeln. Es war einfach perfekt.

Als der erste Hunger wieder einsetzte, gingen wir über zur nächsten Aktivität. Juli liebt alles, was süß ist. Waffeln stehen bei ihr ganz oben auf der Liste und so veranstalteten wir ein „Waffel-Dekorier“-Contest mit lauter bunter, lustiger Zuckergussdeko, Perlchen, Sahne und Früchten. Natürlich war die Braut die Gewinnerin und gewann ein Fotoshooting gemeinsam mit ihren Freundinnen. Die liebe Anelia (www.aneliajaneva.com) machte die wunderschönen Fotos von uns, die ihr sehen könnt. Die ganze Auswahl und viele weitere Schnappschüsse bekam Juli in einem Fotoalbum von uns zur Hochzeit geschenkt. 

  • Ein Fotoalbum vom Wochenende ist nicht nur eine schöne Erinnerung, sondern zeitgleich ein perfektes Hochzeitsgeschenk für die Braut.

 
 
 
 

Am Abend haben wir dann noch gegrillt und uns bis mitten in die Nacht die wildesten Stories erzählt – einfach ein traumhafter Mädelsabend!  

  • Wenn man nicht selber kochen möchte, kann man auch einen Koch organisieren, das ist allerdings etwas kostenintensiver.

Am Sonntag haben wir dann noch einmal ausgiebig gefrühstückt und dann waren alle sehr traurig, dass das lang ersehnte und gut geplante Wochenende schon vorbei war. Doch umso mehr freuten sich nun alle auf die Hochzeit!