WORKING MOM unser au-pair

 
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Seitdem sich das erste Mal der Wunsch nach einem Kind bei mir breit gemacht hatte, war gleichzeitig auch der Gedanke da, wie bekomme ich nur alles unter einen Hut?! Seit über zwei Jahren bin ich stolze Mutter meines wundervollen Sohnes Noah Junis. Ich liebe ihn über alles und bin gerne Mutter, trotzdem wollte ich auch meine Arbeit nicht aufgeben. Viele Mütter möchten ja gerne zuhause bleiben und sich eine Auszeit mit dem Kind nehmen, was ich auch toll finde, aber für mich war einfach von Anfang an klar, dass ich weiter arbeiten möchte.

Da ich ja selbstständig bin, sehen meine Arbeitstage immer unterschiedlich aus: Von Reisen über Shootings oder Produktionen sind meine Tage nie 9-to-5. Mein Mann Christian arbeitet als Producer, er macht Film- und Fotoproduktionen und hat auch keine klassischen Arbeitszeiten. Bei uns sieht jeder Tag anders aus, also brauchen wir auch eine Betreuung für unseren Sohn, die sich anpassen kann. Als ich damals mit meiner Hebamme Sissi darüber gesprochen habe, brachte sie mich auf die Idee, ein Au-Pair zu engagieren. Sissi hatte bereits das zweite Mädchen, mit der sie sehr happy war.

Auch ich war mit 18 als Au-Pair in New York und habe bis heute ein gutes Verhältnis mit meiner damaligen Gastfamilie. Es war immer eine schöne Vorstellung, auch eines Tages für mein Kind ein Au-Pair zu haben. Denn anders als zum Beispiel ein Babysitter gehört ein Au-Pair richtig zur Familie. Klar, so haben mein Mann und ich auch deutlich mehr Verantwortung, aber das stört uns nicht.

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Seit ein paar Monaten haben wir bereits unser zweites Au-Pair bei uns: Trisha. Sie ist 25, kommt aus Windhoek in Namibia und hat wirklich ein tolles Händchen für Kids. Mit Noah versteht sie sich super und auch er liebt sie. Sie holt Noah jetzt von der Kita ab und kümmert sich um ihn, bis wir von der Arbeit zurück sind. Auch wenn wir eingeladen sind, wie zum Beispiel auf der Hochzeit meiner Schwester letztens, ist Trisha dabei und kümmert sich um die Kids. Sie macht das mit so viel Liebe und Hingabe, dass wir nie ein schlechtes Gefühl haben, Noah unter ihrer Aufsicht zu lassen. Das finde ich als Mama einfach auch super wichtig, jemanden zu haben, bei dem man einfach ein gutes Gefühl hat.

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Trisha war health coach in ihrer Heimat und konnte schon immer gut mit Kindern. Als sie dann eine Möglichkeit gesucht hat, ins Ausland zu gehen, hat sie die Au-Pair-Website entdeckt. „Für mich war das perfekt! So komme ich von Zuhause raus und kann einen Job machen, den ich liebe!“, sagt sie. Sie bleibt noch zehn Monate bei uns und kann sich auch gut vorstellen, danach weiter mit Kindern zu arbeiten.

Auch vor Trisha hatten wir schon ein Mädchen. Tamara kam aus Russland und zu uns als Noah vier Monate alt war. Tamara haben wir über die Agentur happyaupair.de gefunden. Der Leiter der Agentur, Herr Kalinski, war super hilfsbereit und so war Tamara bereits nach acht Wochen bei uns.

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Wie bei einer Modelagentur kann man sich als Familie zuerst die Profile der Mädels, aber auch Jungs anschauen. Bis zu dem Zeitpunkt muss man auch noch keine Vermittlungsgebühr bezahlen. Die ca. 380 Euro stehen erst an, wenn wirklich feststeht, dass das Au-Pair zu einem in die Familie kommt. Wir haben uns durch zig Profile gelesen, ob uns jemand sympathisch ist, wie der Background ist und haben so ein paar Profile ausgewählt. Tamara war das erste Mädchen, mit der wir geskyped haben und sie war uns auf Anhieb sehr sympathisch. Die Abwicklung danach war super unkompliziert. Ruck zuck saß Tamara mit gepackten Koffern im Flieger auf dem Weg zu uns.

Tamara kam gerade zur richtigen Zeit. Für mich war das erste Jahr von Noah mega schwierig. Nicht wegen ihm, er war zum Glück das unkomplizierteste Baby, das man sich nur wünschen konnte, sondern weil meine damalige Geschäftspartnerin, die in München einen JACKS beauty department Franchise Store führte, in die Insolvent schlitterte. So musste ich mich mit meinem Neugeborenen um alles kümmern und ohne Tamara hätte ich das kräftetechnisch nicht hinbekommen. Sie war der Engel in der Not.

Tamara ist immer mit mir nach München gereist. Zusammen haben wir uns eine AirBnB-Wohnung geteilt und während ich versuchte, die Miete reinzubekommen, beschäftigte sie liebevoll meinen kleinen Nachwuchs, so dass er gar nichts von dem Stress mitbekam. Sie machte mit ihm tolle Ausflüge, lernte so nebenbei München kennen und kam alle paar Stunden zum Stillen wieder. Das hat super funktioniert und Noah hat sie sofort ins Herz geschlossen.

Als Tamaras Zeit als unser Au-Pair dann vorbeiging, war meinem Mann und mir klar, dass wir das wiederholen würden. Ein Au-Pair steht der Familie sechs Tage á sechs Stunden zur Verfügung. Wir reizen das eigentlich nie aus, das Wochenende haben unsere Au-Pairs meistens frei.

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Das Schöne am Au-Pair: Sie sind nicht nur für die Kinder da, sondern für die ganze Familie - wenn mein Mann und ich also eine Date Night planen, müssen wir kein schlechtes Gewissen haben oder ständig auf die Uhr sehen, weil wir einen Babysitter bezahlen müssen. So bleibt die Eltern-Quality Zeit nicht auf der Strecke, was dazu führte, dass wir uns, trotz des ganzen Stresses, nie in die Haare bekommen haben.

Natürlich darf man die Arbeitszeiten nicht zu stark ausnutzen. Wir sorgen immer dafür, dass unser Au-Pair einen passenden Ausgleich hat. Zum einen geben wir ihr möglichst viel Freizeit, zum anderen ist es für sie auch cool, mit zu Shootings oder Terminen zu kommen und einen Blick hinter die Kulissen zu bekommen.

Nichts desto trotz muss man auch für ein Au-Pair natürlich zahlen. Normalerweise wohnt das Au-Pair direkt mit in der Wohnung oder dem Haus der Gastfamilie. Da jedoch unsere Wohnung kein extra Zimmer hatte, haben wir ein WG-Zimmer in Berlin-Mitte angemietet. Dazu kommen 260 Euro Taschengeld im Monat, die Verpflegung, 30 Euro für die Au-Pair-Versicherung und 50 Euro für einen Sprachkurs. Trotzdem kommen wir damit auf maximal 1000 Euro im Monat. Eine Tagesmutter oder einen Babysitter für diese lange Zeit zu bezahlen, wäre viel teurer.

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Seit Noah 15 Monate alt ist, geht er in die Kita. Das wollten wir trotz Au-Pair gerne, damit er die Möglichkeit bekommt, andere Kinder kennen zu lernen, was uns sehr wichtig war. Nach Tamara haben wir aber trotzdem wieder ein Au-Pair gesucht - und mit Trisha auch gefunden. Sie war nach langem Suchen die perfekte Kandidatin. Im Gegensatz zu Tamara haben wir sie über aupairworld.com gefunden, da wir ganz gezielt nach einem englischsprachigen Au-Pair gesucht haben. Auch wenn wir mit Trisha super happy sind, war es, bis sie hier war, schwieriger als bei Tamara.

Die Agentur hat sich bei Tamara um alles gekümmert: Visum beantragen, Versicherung vermitteln..das lief alles sehr unkompliziert. In Trishas Herkunftsland Namibia gibt es keine richtige Agentur für Au-Pairs. Also haben wir uns um alles gekümmert. Normalerweise zahlen die Au-Pairs ihre Flüge zu den Gastfamilien selber, aber Trisha hätte das Geld dafür nicht gehabt, weswegen wir das übernommen haben.

Das haben wir aber gerne gemacht, da wir wirklich super froh sind, dass Trisha bei uns ist. In wenigen Monaten steht ja unser Umzug in das Haus nach Köpenick an. Dort wird Trisha dann auch mit uns wohnen - und wirklich viel zu tun haben! Denn nachdem wir mit Noahs erster Kita so Glück hatten - sie wurde direkt bei uns im Haus gebaut - schlagen wir uns jetzt mit dem gleichen Problem herum, das tausende Familien in Berlin haben: Wir haben noch keinen neuen Kita-Platz. Aber wir wissen, dass Noah bei Trisha in guten Händen ist und freuen uns, sie bei uns zu haben.

REDAKTION: MIRIAM JACKS & CARMEN DÖRFLER
PHOTOS: SOPHIA LUKASCH

 
Carmen Dörfler