INTERIOR TIPPS moodboards

 
 Bilder: Pinterest

Bilder: Pinterest

Seit mehr als vier Monaten arbeite ich inzwischen schon an dem Konzept für das Interior Design unseres Traumhauses. Aktuell könnt ihr mich fast tagtäglich auf Instagram (@miriam_jacks) dabei begleiten, wie das Haus sich verwandelt. Nun kommt der spannende Zeitpunkt, wo es endlich an die Einrichtung geht. Da viele von euch gefragt haben, wo ich meine Inspirationen und Ideen dafür hernehme, wollte ich euch heute gerne ein paar Tipps geben.

 Meine Badezimmer Zusammenstellung

Meine Badezimmer Zusammenstellung

Meine größte Inspirationsquelle ist definitiv Pinterest, aber auch Interior-Blogs oder Zeitschriften sind eine gute Quelle für mich.
Ich arbeite bei jedem Einrichtungsprojekt, egal ob für einen Laden, ein Restaurant, Büro oder jetzt unser neues Zuhause, immer mit Moodboards ( ist eine Zusammenstellung von Bildern zu einer Idee).
So kann ich meine Ideen visualisieren und zu Papier bringen und habe so immer das Gesamtkonzept vor Augen. Das ist zum Beispiel auf der Suche nach Möbeln oder Raumfarben wichtig, denn schließlich soll am Ende alles zusammen passen und so sein, wie man sich das wünscht.

Ich kann mir zwar immer recht gut vorstellen, wie ein Raum später aussehen soll, wenn ich ihn betrete, aber es schadet nie, alle Komponenten im Zusammenspiel zu sehen. Deswegen ist es wichtig, sich schon vor der eigentlichen Umsetzung des Projekts ein Moodboard anzulegen oder eine Wall auf Pinterest. Das ist super easy und macht richtig viel Spaß, ich vergesse dabei immer total die Zeit und liebe es in die Tiefen schöner Inspirationen abzutauschen - sehr entspannend!

Den Wunsch, ein eigenes Haus zu haben, hegen wir ja schon länger und so sammle ich bereits seit über eineinhalb Jahren Ideen und Inspirationen für das Eigenheim. Mein Board bei Pinterest ist über und über voll mit Ideen. Davon passen am Ende niemals alle in ein Haus. Was passt, konnte ich natürlich erst entscheiden, nachdem wir das Haus gefunden hatten und ich die Räume gesehen habe. Dann habe ich mich an den Laptop gesetzt und aus den vielen Bildern herausgefiltert, was wirklich auf mein Moodboard und schließlich in mein Traumhaus kommt.

MiriamJacks_Pinterest

Wenn ich eine Idee habe und dazu ein passendes Bild bei Pinterest suchen möchte – egal, ob für eine Treppe, das Wohnzimmer- oder Badezimmerdesign – gebe ich ein Suchbegriff ein, der passen könnte und filtere von da an aus. Meist braucht man nur ein ähnliches Bild unter dem sich dann viele weitere ähnliche Bilder öffnen.

Wie ihr euer Moodboard erstellt, ist natürlich euch überlassen. Viele arbeiten mit Schere, Papier und Kleber, andere mit Photoshop oder Power Point. Ich erstelle meine Boards immer mit Keynote an meinem Laptop, da ich es digital schnell zur Hand haben möchte. Das ist für mich das einfachste, denn hier kann ich schnell Bilder zusammenstellen, die Größen verändern und auch Text hinzufügen.

Moodboard_MiriamJacks_Pinterest

Nehmen wir als Beispiel also unser Wohnzimmer. Im ersten Schritt suche ich alle Bilder, die ich im Web gefunden habe und für gut befinde, zusammen. Dazu gehören zum Beispiel Farbkarten oder Bilder der Wandfarbe, die ich mir vorstelle. Interessant ist in dem Moment schon zusehen ob die Möbel, die man bereits hat oder sich kaufen möchte harmonisch zusammen passen. Ich hatte mich zum Beispiel in die Rostrote Couch von made.com verliebt und das ganze restliche Design rings um diese Couch geplant. Auch von der Deko mache ich Screenshots und füge sie dann in mein Keynote-Dokument ein. So bekommt ihr ganz schnell einen Überblick und eine Vorstellung davon, wie euer Raum aussehen könnte. Teilweise addiere ich Bilder, wie das Fashion Bild oder das Stilleben mit der Tasse auch nur für eine farbliche Stimmung um zu sehen, welche Farben gut miteinander harmonieren.

Natürlich sieht es später nie zu 100% so aus wie auf den Bildern, aber es vermittelt die Stimmung, die ich mir für einen Raum vorstelle und hilft so zu entscheiden, ob es die richtige Atmosphäre und auch die richtige Farbwelt ist.

Meist wächst mein Moodboard auch mit dem Projekt. Am Anfang habe ich eine klare Vorstellung, doch die verändert sich mit der Zeit und neue Ideen kommen dazu, andere fallen hingegen weg. So war das natürlich auch beim Haus.

 Farbideen für den Flur mit Deko von MADE.com

Farbideen für den Flur mit Deko von MADE.com

 Mein Farbmoodboard fürs Schlafzimmer mit Möbeln von BOUTIKE TROPIK

Mein Farbmoodboard fürs Schlafzimmer mit Möbeln von BOUTIKE TROPIK

Auch sehr hilfreich sind die Moodboards für Anfragen an Dienstleister, wie unseren Tischler oder die Gärtnerin oder wenn ich auch ein Projekt für jemand anders ausführe. So haben andere, die nicht in meinen Kopf blicken können, trotzdem die Möglichkeit, zu sehen, was ich sehe und mir vorstelle.

Im Laufe der Zeit kann es natürlich auch sein, dass ein Design gar nicht mehr passt oder mir einfach nicht mehr gefällt. Das kann ich dann im Handumdrehen löschen und dafür ein anderes hinzufügen.

Sobald ich mit meinem Moodboard zufrieden bin, drucke ich es aus und habe es immer dabei, wenn ich zum Beispiel Fliesen, Farben oder Möbel shoppen gehe. So kann ich immer wieder draufschauen und kontrollieren, ob es das ist, was ich will und vor allem ob alles zusammenpasst.

Ich hoffe, ich konnte euch mit meinem Moodboard-Tipps ein wenig weiterhelfen bei eurer Interior-Planung fürs eigene Projekt.

Eure Miri

MiriamJacks_Moodboard_Portrait.jpg

PHOTOS: SOPHIA LUKASCH

MOODBOARD BILDER: QUELLE PINTEREST

 
Miriam Jacks