BEAUTY TIPP haltbarkeit von kosmetika

 
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Mal ehrlich: Wie viele Kosmetikprodukte habt ihr im Schrank stehen, die ihr nie oder nur selten benutzt? „Aber zum Wegwerfen sind sie doch zu schade“ und „Das benutze ich noch“ sind wahrscheinlich die meist genutzten Ausreden, wenn es um unseren Badschrank geht. 

Doch auch wenn es ärgerlich ist, teilweise sehr teure Cremes, Seren oder ähnliches wegzuwerfen, solltet ihr ab und an einen kleinen Check durchführen, welche Produkte überhaupt noch benutzbar sind. Denn was viele gar nicht wissen: Auch Kosmetikprodukte haben ein Verfallsdatum! 

Genauer gesagt ein Mindesthaltbarkeitsdatum. Wie bei Lebensmitteln ist das auf den Produkten auch gekennzeichnet. Ein aufgedruckter geöffneter Tiegel mit einer Zahl in der Mitte, gibt die Mindesthaltbarkeit an. Findet ihr auf eurer Creme beispielsweise einen Tiegel mit „12M“ bedeutet das, dass dieses Produkt geöffnet zwölf Monate haltbar ist. Das findet ihr allerdings nur bei Kosmetika, die ab Produktion und Abfüllung länger als 30 Monate haltbar sind. 

Bei einem Verfallsdatum darunter, werden Monat und Jahr des Mindesthaltbarkeitsdatums aufgedruckt. Das kann dann 05/2019 sein und bedeutet, dass dieses Produkt bis Mai 2019 haltbar ist.

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Was aber heißt „haltbar“ genau? Das Mindesthaltbarkeitsdatum gibt, wie der Name schon sagt, an, bis zu welchem Zeitpunkt ein Produkt genau die Eigenschaften aufweist, die vom Hersteller vorgesehen waren. Danach kann nicht mehr für die Konsistenz, den Geruch oder die Wirkung garantiert werden. 

Sowieso ist die Angabe des Mindesthaltbarkeitsdatums mit Vorsicht zu genießen. Dabei spielt nämlich auch die Lagerung eine Rolle. Der angegebene Zeitraum gilt nur bei „normaler“ Lagerung, also an einem Ort ohne große Temperaturschwankungen, am besten in einem Schrank ohne direkte Sonneneinstrahlung. 

Da wir besonders unsere Reinigungsprodukte täglich mehrfach benutzen, stehen diese oft auf dem Waschbecken oder einem Schränkchen. Ob ein Bad mit oder ohne Fenster - auch ohne Sonneneinstrahlung sind Temperaturschwankungen durch Duschen oder Baden kaum zu vermeiden. 

Wichtig ist es deswegen, dass ihr euch auf eure Sinne verlasst! Bemerkt ihr einen veränderten Geruch, Farbe, Klumpen, Brösel oder ähnliches, das ursprünglich nicht da war, gehört das Produkt ohne Wenn und Aber in den Müll! Das gilt besonders für Mascara, Augencreme, Eyeliner und alles, was um das Auge herum aufgetragen wird. 

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Benutzt man wirklich schlecht Gewordenes weiter, können Keime und Bakterien zu Entzündungen, allergischen Reaktionen und ähnlichem führen. Und das ist sicher keine Creme wert oder? 

Darum mein Tipp: Öffnet Kosmetika erst, wenn ihr sie auch wirklich verwenden wollt. Ich weiß, man ist oft so neugierig auf den Duft oder das Gefühl eines Produkts auf der Haut, aber das ist es wirklich nicht wert. Denn geschlossen und passend gelagert, halten die meisten kosmetischen Erzeugnisse sogar deutlich länger als vom Hersteller angegeben. Achtet dazu auch darauf, sie nach jedem Benutzen wieder richtig zu verschließen, damit nicht zu viel Luft hineingerät und geht nie mit den Fingern in einen Tiegel! Masken oder Cremes immer mit einem Spatel herausholen oder in Tuben kaufen und Make-up lieber mit Pinseln als mit den Fingern auftragen!

Um den Überblick zu behalten, könnt ihr einen Sticker mit dem Datum, an dem ihr es geöffnet habt, auf jedes Produkt kleben. So geht ihr auf Nummer sicher. Bei einem regelmäßigem Check sind die Chancen aber recht gering, dass ihr etwas Abgelaufenes überseht. Dabei hilft euch unsere Übersicht zum Ausdrucken mit den durchschnittlichen Mindesthaltbarkeitszeiträumen. Wenn ihr sie direkt in den Badschrank hängt, habt ihr gleichzeitig eine regelmäßige Erinnerung an das Aussortieren! 

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Und auch wenn es wirklich schade ist, kaum benutzte Kosmetika oder auch Parfums zu entsorgen, gibt es auch etwas Positives daran: Jedes weggeworfene Produkt macht schließlich wieder Platz für ein neues! Aber bitte erst kaufen, wenn es auch benutzt werden soll - nicht, dass es beim nächsten Check auch rausfliegt! ;) 


FOTOS: IAN DOOLEY/UNSPLASH, SOPHIA LUKASCH
REDAKTION: CARMEN DÖRFLER

 
Carmen Dörfler